Aufnahme in der Klinik für Altersmedizin

Welcher Patient kann in die geriatrische Frührehabilitation im Krankenhaus?

Liebe Patienten, liebe Angehörigen!

Gerne möchte ich kurz erklären, welche Patienten Anspruch auf eine geriatrische Frührehabilitation im Krankenhaus haben.
Die Teilnahme an der geriatrischen Frühreha ist an verschiedene Bedingungen geknüpft:

1. Es handelt sich um eine Krankenhausbehandlung mit begleitender frührehabilitativer Behandlung, die über den gesamten Verlauf medizinisch indiziert sein muss. Patienten, die nur einen rehabilitativen Auftrag haben, jedoch keine akutstationär behandlungsbedürftige Erkrankung, müssen in eine geriatrische Rehabilitationsklinik eingewiesen werden.

2. Die Zuweisung erfolgt durch den Hausarzt, den behandelnden Facharzt einer Fachklinik im Konsilverfahren, durch das Casemanagement aus der Notaufnahme oder als Übernahme aus anderen Krankenhäusern. Die Anmeldung erfolgt möglichst per Fax mit diesem Formular bzw. nach telefonischer Rücksprache mit unserem Casemanagement (Tel. 02041 15 - 4084).

3. Die durchschnittliche Behandlungsdauer in der Akutgeriatrie beträgt 15 Tage.

4. Oft bestehen Zusatzerkrankungen, die eine langwierige Krankenhausbehandlung bewirken wie eine kardiale Dekompensation, ein anhaltender Infusionsbedarf, therapieresistente Schmerzsyndrome, ein Verwirrtheitszustand im Sinne eines Delirs, eine Aspirationspneumonie bei einer Schluckstörung usw.

5. Eine instabile soziale Versorgungssituation allein rechtfertigt die Unterbringung in einer geriatrischen Frührehabilitation nicht, sollte aber Anlass sein eine pflegerische und soziale Versorgung möglichst zeitnah zu planen.

6. Nach Versorgung in der primärversorgenden Abteilung (Operation, Schlaganfallbehandlung, Herzkatheter,…) sollte der geriatrische Patient frühestmöglich in die Geriatrie verlegt werden. Die fachärztliche interdisziplinäre Behandlung ist über den gesamten Zeitraum sicher gestellt.

7. Grundsätzlich werden der Patient und seine Angehörigen in die Entscheidung zur Verlegung in eine Abteilung für Frührehabilitation einbezogen.

8. Das Mindestalter geriatrischer Patienten beträgt 70 Jahre. In besonderen Ausnahmefällen bei ausgeprägter Multimorbidität können auch Patienten ab dem 60. Lebensjahr behandelt werden.

9. Es muss ein alltagsrelevantes funktionelles und mehrdimensionales Defizit bestehen. Es droht die Zunahme der Pflegebedürftigkeit.

10. Vorliegen muss in jedem Fall eine geriatrietypische Multimorbidität mit oft mehr als vier relevanten und behandlungsbedürftigen Nebendiagnosen. In der Regel müssen unabhängig von der Akuterkrankung mindestens zwei der genannten geriatrischen Syndrome bestehen:
  • Immobilität
  • Sturzneigung /Schwindel
  • kognitive Defizite
  • Inkontinenz
  • Decubitalulcera
  • Fehl/- Mangelernährung
  • Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt
  • Depression/Angststörung
  • chronische Schmerzen
  • Sensibilitätsstörungen
  • herabgesetzte körperliche Belastbarkeit
  • starke Sehbehinderung
  • ausgeprägte Schwerhörigkeit
11. Es besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Krankenhauskomplikationen
  • Thrombosen/Embolien
  • Nosokomiale Infektionen
  • Stürze mit und ohne Frakturfolge
  • Delirante Syndrome und herausforderndes Verhalten
  • Exsickose
  • Aspiration

Sie erreichen das Sekretariat der Geriatrie unter der Rufnummer 02041 15 – 0.
Hier finden Sie das Anmeldeformular für Verlegungen. Bitte senden Sie es als Fax an die folgende Faxnummer: 02041 15-1152.

Sie und Ihre Angehörigen sind uns jederzeit willkommen!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Martin Glasneck

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Dr. med. Martin Glasneck
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